Lohnabrechnung Beispiel
Lohnabrechnung Beispiel Gehaltsumwandlung

Lohnabrechnung am Beispiel einer Gehaltsumwandlung: Was bleibt Netto vom Brutto?

Mitarbeiter informieren sich im Internet über die Möglichkeiten, ihr Bruttogehalt zu optimieren, um unterm Strich mehr Netto-Gehalt übrig zu behalten. Die Entgeltumwandlung gehört zu den häufig genutzten Möglichkeiten, rund um das Bruttogehalt den einen oder anderen Steuer- oder Sozialabgaben-Euro zu sparen. Wir erläutern anhand eines Beispiels zur Lohnabrechnung, wie das funktioniert.

Abgabefreier Gehaltsbestandteil: Berechnung einer Lohnabrechnung am Beispiel private Vorsorge

Vater Staat belohnt die Eigeninitiative, Teile des Bruttolohns in private Vorsorgemodelle zu investieren. Die Belohnung besteht in der Abgabefreiheit dieses Lohnbestandteils.

Bis zu 254 Euro darf ein Arbeitnehmer monatlich im Rahmen der Entgeltumwandlung in ein Vorsorgeprodukt investieren. Für diesen Betrag muss er weder Steuern noch Sozialabgaben entrichten.

Wie attraktiv eine solche Idee im Einzelfall ist, erfährt der Mitarbeiter nur, wenn ihm als Lohnabrechnung ein Beispiel geboten wird, das den neuen Nettobetrag bzw. Auszahlungsbetrag nach einer Entgeltumwandlung darstellt.

Lohnabrechnung Beispiel Software

Ausgehend von einem Bruttogehalt von 2.800 Euro ergibt sich folgendes Bild:

Jens Mustermann, 28 Jahre alt, ledig und kinderlos und somit Steuerklasse I, bekommt bisher von seinem Brutto folgende Steuern abgezogen:

  • 380 Euro Lohnsteuer
  • 20,90 Euro Solidaritätszuschlag
  • 34,20 Euro Kirchensteuern
  • Gesamt: rund 435 Euro

Nun möchte er genau 250 Euro abgabefrei in eine private Rentenversicherung investieren. Zu versteuern ist dann ein Bruttolohn von nunmehr 2.550 Euro. Statt insgesamt 435,10 Euro steuerliche Abzüge schlagen nur noch 364 Euro zu Buche, verteilt wie folgt:

  • Lohnsteuerwegabzug: 318,25 Euro
  • Soli-Zuschlag: 17,50 Euro
  • Kirchensteuer: 28,64 Euro
  • Gesamt: rund 364 Euro

Diese Betrachtung ist natürlich nicht vollständig. Denn auch bei den Sozialabgaben wirkt sich die Entgeltumwandlung positiv aus. Für das Beispiel dieser Lohnabrechnung ergibt sich folgendes Bild:

  • Bei einem voll versteuerten Bruttolohn von 2.800 Euro bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ein Nettolohn von rund 1.783 Euro:
    2.800 Euro abzüglich 435 Euro Steuern, abzüglich 582 Euro Sozialabgaben (Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung etc).
  • Werden nur 2.550 Euro Brutto versteuert, bleiben als Nettobetrag rund 1.905 Euro übrig:
    2800 Euro abzüglich 364 Euro Steuern, abzüglich 531 Euro Sozialabgaben. Und abzüglich 250 Euro Gehaltsumwandlung, die der Arbeitgeber direkt in den Sparplan überweist. Als Auszahlungsbetrag stehen also nur circa 1.655 Euro zur Verfügung.

Ein solches Beispiel für eine Lohnabrechnung mit Entgeltumwandlung erstaunt so manchen Arbeitnehmer immer wieder. Ein Betrag von 250 Euro als Zukunftssicherung kostet ihn bei seinem aktuellen Lohn nur 122 Euro, also den Unterschiedsbetrag zwischen 1.905 und 1.783 Euro Nettolohn, rund 51 Prozent gibt somit Vater Staat in Form von gesparten Steuern und Sozialabgaben hinzu. Dafür muss der Mitarbeiter Jens M. aber „verdauen“, dass fortan 128 Euro weniger auf seinem Girokonto landen.

Gehaltsabrechnung: Die Möglichkeit für Arbeitgeber, Vorab-Beispiele für Lohnabrechnungen auszustellen

Wie immer die Entscheidung schließlich ausfällt: Mit diesem Rechenbeispiel hat der Arbeitgeber seinem Lohnangestellten Jens M. deutlich gemacht, welche Auswirkungen die Entgeltumwandlung hätte. Nicht alles, was auf den ersten Blick günstig und vorteilhaft erscheint, hält auf den zweiten Blick ebenso stand.

Professionelle Lohnsoftware für die Lohn- und Gehaltsabrechnung enthält mitunter Module, mit denen beispielhafte Brutto-Netto-Berechnungen auch für andere Gehaltsbestandteile möglich sind. Für mitarbeiterorientierte Betriebe ist dieser Service fast unumgänglich, schon allein, um späteren Missverständnissen vorzubeugen.

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