Lohnabrechnung Minijob 2018-01-05T14:36:20+00:00
Lohnabrechnung Minijobs

Lohnabrechnung Minijobs: Was Arbeitgeber wissen sollten

Wer einen Minijob ausübt, gilt als geringfügig Beschäftigter, dessen monatliches Einkommen nicht mehr als 450 Euro beträgt. Dieser Betrag ist für Minijobber fast abgabenfrei. Bis auf einen kleinen Beitrag zur Rentenversicherung fallen aus Sicht des Minijobbers in der Lohnabrechnung weder Steuern noch Sozialabgaben an. Per schriftlicher Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber kann sich der Mitarbeiter sogar von der Rentenversicherungspflicht befreien.

Lohnabrechnung Minijobs aus Arbeitgebersicht

Auch Minijobbern steht eine regelmäßige Entgeltabrechnung zu. Genau wie Arbeitnehmer in Teilzeit- und Vollzeitanstellung haben auch sie einen Anspruch auf eine Gehaltsabrechnung. Für Arbeitgeber entfallen Arbeitgeberanteile für die Sozialkassen, also Krankenversicherung, Rentenversicherung und bei Minijobbern sogar Beiträge zur Unfallversicherung.

Auch am Umlageverfahren nimmt der Arbeitgeber teil, als einer Art Rückversicherung zur Lohnfortzahlung im Falle von Mutterschaft, Krankheit oder Insolvenz. Dazu erhebt das Finanzamt eine kleine pauschale Steuer. In Summe ergibt sich rund ein Drittel des Minijob-Monatslohns an zusätzlichen Kosten für den Arbeitgeber.

Der Gesetzgeber unterscheidet bei der Lohnabrechnung für Minijobs außerdem zwischen gewerblichen Arbeitgebern und Privathaushalten. Letztere kommen bei den Sozialabgaben etwas günstiger davon.

Lohnabrechnung Minijobs Stellengesuche

Das Mindestlohngesetz und Minijobs: Lohnabrechnung realistisch anlegen

Für das Jahr 2017 ist laut Gesetz ein Mindestlohn von 8,84 Euro festgelegt. Das bedeutet: Ein Arbeitnehmer, der einen Minijob ausübt, steht für maximal 50,9 Arbeitsstunden im Monat zur Verfügung. Da die Lohnabrechnung eines Minijobs eine gewisse Glaubwürdigkeit ausstrahlen sollte, tun Unternehmen gut daran, die monatliche Arbeitszeit auf der Lohnabrechnung nicht exakt an der Untergrenze auszurichten. Ein Stundenlohn von 9,00 oder 10,00 Euro führt zu realistischen, glatten Ergebnissen von 50 bzw. 45 Arbeitsstunden pro Monat.

Lohnabrechnung Minijobs Studentin

Nur ein Minijob ist erlaubt

Arbeitgeber haben eine Bringepflicht hinsichtlich der Anmeldung von geringfügig Beschäftigten in der Minijob-Zentrale. Es ist sicherzustellen, dass ein Minijobber nicht bereits einen anderen Minijob angenommen hat.

Denn in mindestens einem Arbeitsverhältnis im Minijob, sofern also zwei bestehen, müssen in vollem Umfang Sozialabgaben geleistet werden.

Minijobs werden meistens von folgenden Personengruppen ausgeübt:

  • Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigte, die den Minijob nebenher ausüben.
  • Familienmitglieder, die über das Einkommen der Ehepartner in der Familienversicherung der Krankenversicherung mitversichert sind.
  • Minijobber ohne weitere Einkünfte, die vom Jobcenter im Rahmen des Arbeitslosengelds II (Hartz IV) unterstützt werden.
  • Rentner und Studenten.

In allen genannten Fällen besteht eine Instanz, durch die Minijobber krankenversichert sind – aber trotz der kleinen Beiträge, die Arbeitgeber an die Krankenkasse abführen, nicht durch den Minijob selbst.

Minijobs und der Übergang in die Gleitzone

Der Gesetzgeber betrachtet den Mini-Job unter anderem als Maßnahme zur Vollbeschäftigung: Arbeitslose finden über Minijobs eventuell den Weg zu einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeit- oder Vollbeschäftigung.

Tatsächlich kann die einfache Lohnabrechnung Minijob in eine deutlich komplexere Angelegenheit entwachsen: zum Übergang in die sogenannte Gleitzonenregelung.

Lohnabrechnung Minijobs: Obergrenzen sind einzuhalten

Sobald der Jahresverdienst des Minijobbers gemäß Lohnabrechnung die Obergrenze von 5.400 Euro, also zwölf Monatslöhne von je 450 Euro übersteigt, tritt die Gleitzonenregelung in Kraft. Dann müssen geringfügig beschäftigte Mitarbeiter bereits eigene Anteile an den Sozialabgaben übernehmen.

Spätestens ab diesem Moment verwandelt sich die noch relativ einfache Lohnabrechnung für Einkünfte aus dem Minijob in eine Aufgabe, die nur noch über eine Software für Lohn- und Gehaltsabrechnungen zu bewerkstelligen ist.

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Denn der Gesetzgeber gibt jedes Jahr einen Berechnungsfaktor mit sieben Stellen hinter dem Komma bekannt, mit dem sich die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile der Sozialbeiträge für Monatslöhne zwischen 450 und 850 Euro ermitteln lassen. Eine Aktualisierung, die in einer professionellen Lohn- und Gehalt-Software automatisch geschieht.

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